Warum die meisten Pinterest-Kampagnen mehr einspielen, als sie kosten

30. April 2026

Collage aus fünf Pins: ein lilafarbener Smoothie, ein frischer Salat, eine lächelnde Frau, die Lipgloss aufträgt, ein rosafarbener Rasierer und Seife in einer Schale sowie Hautpflegeprodukte auf grünen Fliesen und ein grünes Mikrofasertuch

Pinterest kann mehr als nur Awareness schaffen. Die Ergebnisse von Circana zeigen, dass sich damit nachweislich auch die Verkaufszahlen steigern lassen.

Wenn du dir deinen aktuellen Mediaplan mal etwas genauer ansiehst, wirst du wahrscheinlich ein vertrautes Muster erkennen: Kanäle, die Entdeckungen fördern, werden oft anhand von Awareness-Metriken gemessen – und nicht am Impact auf die Verkaufszahlen, die man damit erzielen kann. Das wirkt plausibel – bis du dir ansiehst, wann Menschen tatsächlich entscheiden, was im Warenkorb landet. 

Diese Entscheidungen fallen oft früher, wenn jemand noch plant, vergleicht und eine engere Auswahl zusammenstellt. Wenn du diese frühen Momente nur auf der Grundlage der Markenerinnerung oder Reichweite misst, entgehen dir die Verkäufe, die später passieren. Genau hier ist Pinterest die perfekte Lösung.

Menschen nutzen Pinterest, um zu planen, was sie als Nächstes tun, ausprobieren oder kaufen möchten – nicht nur um zu scrollen. Studien des Marktforschungsunternehmens Circana zeigen, was passiert, wenn Verbrauchsgüter-Marken in genau diesen Planungsmomenten präsent sind: Selbst wenn Awareness das Hauptziel ist, erzielen die meisten Verbrauchsgüter-Kampagnen auf Pinterest mehr Einnahmen, als die Unternehmen investiert haben. Sie generieren mit diesen Kampagnen Umsätze, die sonst nicht stattgefunden hätten. Mit anderen Worten: Awareness auf Pinterest wirkt sich auch messbar auf den Lower-Funnel aus.

Harte Fakten statt Plattform-Metriken

Circana hat mithilfe eines Test-und-Kontroll-Ansatzes gemessen, wie viele zusätzliche Umsätze generiert wurden. Hier hat das Unternehmen die Verkäufe in Regionen, in denen Pinterest Ads eingesetzt wurde, mit Verkäufen in ähnlichen Regionen ohne Pinterest Ads verglichen. Damit der Vergleich fair war, wurden die Filialen in Test- und Kontrollgruppen so zugeordnet, dass sie beim Gesamtumsatz und bei zentralen Merkmalen wie Größe, Format, Sortiment sowie Promotion- und Mediaaktivitäten auf einem vergleichbaren Niveau lagen (innerhalb von etwa 5 %).

Die Ergebnisse stammen aus 17 Matched-Market-Tests (MMTs), die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 in fünf Ländern und vier Verbrauchsgüter-Kategorien durchgeführt wurden. Einige der nachfolgenden Erkenntnisse beziehen sich auf die gesamten Tests und andere auf den europäischen Teil mit 12 Studien. Circana berechnete mithilfe einer strengen Methodik und mit Signifikanztests auf einem Niveau von über 95 %, wie viele der zusätzlichen Verkäufe auf Pinterest zurückgingen. Mit anderen Worten: Wir sprechen hier von einer echten, rigorosen Umsatzmessung – nicht nur von Zahlen, die eine Plattform selbst ausweist.

Erkenntnis 1: Pinterest ist ein Umsatz- und ROI-Treiber

Bei den 17 MMTs kam Circana zu der Erkenntnis, dass 82 % der Kampagnen einen positiven inkrementellen ROI erzielten – das heißt, der zusätzlich generierte Umsatz lag über den Ausgaben für Pinterest-Medien.1 Und bei 76 % der Kampagnen lag der ROI beim 1,5-Fachen oder sogar höher.2   

Einfach gesagt: Die meisten Marken, die 1 € in diese Pinterest-Kampagnen investieren, bekommen mehr als 1 € zurück – viele sogar 1,50 € oder mehr. Awareness macht sich hier also in Form von messbaren Geschäftsergebnissen bemerkbar.

Das sind frühe, aber konsistente Ergebnisse und ein starkes Signal, dass Awareness-getriebene Kampagnen auf Pinterest auch einen messbaren Impact auf den Lower Funnel haben. Was dies impliziert ist klar: Selbst wenn mit Pinterest eigentlich die Awareness gesteigert werden soll, kann sich das eingesetzte Budget in Form von echten Umsätzen amortisieren.

Erkenntnis 2: Pinterest übertrifft häufig den Social-Media-Benchmark 

Circana führte 12 der MMTs im Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Deutschland durch. Das Fazit ist eindeutig: 83 % der Studien erzielten entweder einen positiven ROI oder einen Sales Lift, der über dem Social-Media Benchmark von Circana lag, also dem typischen Ergebnis auf anderen Social-Media-Plattformen.3

Selbst wenn man sich nur den ROI ansieht, bewahrheitet sich die Aussage: Bei sieben von zehn MMTs lag der ROI über diesem Benchmark,4 und im Durchschnitt lag der ROI von Pinterest-Kampagnen um 17 % über dem Social-Media-Benchmark für die EMEA-Region von Circana.5

Das ist eine Tatsache, die die interne Diskussion verändert: Wenn Circana-Studien sowohl zusätzliche Umsätze als auch einen ROI oberhalb des Social-Media-Benchmarks zeigen, wird es schwieriger, Pinterest nur zu Testzwecken einzusetzen.

Balkendiagramm mit dem Titel „Durchschnittlicher ROI“: Pinterest erreicht einen Wert von 1,82 und liegt damit über dem Circana EMEA Social Benchmark (1,55) und dem Circana EMEA Digital Benchmark (1,54), also 17 % höher als der Social Benchmark.



Warum Pinterest so gut abschneidet

Die Ergebnisse von Circana spiegeln wider, wie die Plattform aufgebaut ist. Pinterest ist eine Plattform für die visuelle Suche, die Entscheidungen unterstützt. Das bedeutet: Deine Anzeigen erscheinen, wenn Menschen aktiv nach dem suchen, was sie als Nächstes tun, ausprobieren oder kaufen möchten – nicht erst, nachdem sie sich bereits entschieden haben. Deshalb ist Pinterest die Nr. 1 unter den Social-Media-Plattformen, wenn Shopper*innen gezielt nach einer konkreten Idee oder einem bestimmten Produkt suchen.6

Kurz gesagt: Menschen nutzen Pinterest, wenn sie bereit sind, eine Entscheidung zu treffen. Das erklärt, warum die Analyse ergab, dass 82 % der Kampagnen einen positiven inkrementellen ROI erzielt haben.7

„Mithilfe von Messungen, die auf Experimenten basieren, und mit Partnern wie Circana können Verbrauchsgüter-Marken den inkrementellen ROI ihrer Kampagnen nun anhand echter Verkaufsdaten belegen. Dies sollte der zentrale Faktor bei Budget-Entscheidungen sein – und nicht Ersatzmetriken wie CPM oder CTR, die die tatsächlichen Auswirkungen auf den Umsatz nicht immer wiedergeben.“

Antoine Le Notre, Director, Measurement, EMEA, Pinterest

Nutze diese Erkenntnisse

Du brauchst keine komplizierte Neuerfindung. Du brauchst einen Plan, der sich danach richtet, wie Menschen Pinterest nutzen.

1. Plane mit echten Kaufvorhaben, nicht nur mit Zielgruppen
Richte deine Kampagnen an konkreten Kaufvorhaben aus: Essensplanung für die Woche, saisonaler Hausputz, Neuorganisation des Badezimmers, neue Haarpflege-Routine. Richte anschließend dein Keyword-Targeting und deine Creatives auf diese Vorhaben aus, damit deine Anzeigen dann erscheinen, wenn die Menschen aktiv planen, was sie als Nächstes tun oder kaufen möchten. Wenn du bereit bist, mehrere dieser Vorhaben zu skalieren, kann Pinterest Performance+ die Einrichtung und Optimierung vereinfachen.

2. Von der Inspiration zum Kauf - make it easy! 
Kombiniere ideenbasierte Creatives (Rezepte, Routinen, Anleitungen) mit klaren Produkthinweisen und Where‑to‑Buy‑Kontext. So gelangen Menschen mühelos vom Pin zum Kauf. Wenn du einen Produktkatalog hast, nutze Shoppable‑Formate, um diesen Weg noch weiter zu verkürzen. Alpro hat das bei seiner „Oat Barista“‑Kampagne genau so gemacht: Mit einem Pinterest Predicts-Trend‑Badge wurden Menschen erreicht, die ihren Kaffeekonsum zu Hause planen, und mithilfe von inspirierenden Creatives in Kombination mit einem Cashback‑Angebot wurde ein Sales Lift von 3,1 % erzielt.8 

3. Pinterest vom reinen Budget-Testen zur zentralen Investition machen – durch Measurement
Mit dem in den Circana‑Studien verwendeten MMT‑Ansatz konnten die zusätzlichen Verkäufe isoliert betrachtet werden. Das kannst du auch. Arbeite mit deinem Measurement-Partner zusammen und führe für eine wichtige Marke oder Kategorie einen MMT durch, bei dem zusätzliche Umsätze oder ein positiver ROI eine Erfolgsmetrik sind. Sobald du stichhaltige MMT-Ergebnisse hast, kannst du diese in der gemeinsamen Geschäftsplanung und den Kategorie-Reviews verankern. Dadurch ist Pinterest nicht mehr nur ein „Nice-to-have“-Test, sondern ein fester Bestandteil deiner Media-Investitionen im Verbrauchsgüterbereich.

Bei der Verbrauchsgüter-Planung ist die Botschaft klar: Nutze Pinterest weiter, um Menschen zu inspirieren, aber vergiss nicht, dass diese Awareness-Investition die Verkäufe außerdem messbar steigern kann.